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Frauen-2.Bundesliga, 7.Runde:

Mit einem Sieg über Wattenscheid beenden die Brackeler Schachfrauen eine recht erfolgreiche Saison in der 2. Frauen-Bundesliga Gruppe West. Gegen den Aufsteiger Kiel hatte man in der ersten Runde Unentschieden gespielt, da war durchaus ein Sieg möglich gewesen. Auch heute gab es noch theoretische Chancen, wenn die Kieler verlieren würden. Der Vereinsvorstand dachte schon
besorgt über die Finanzierung der nächsten Saison nach..., aber Kiel ließ nichts mehr anbrennen und gewann klar in Waltershausen in Thüringen. Also mit etwas mehr Glück, wären die Brackeler Schachfrauen sogar fast aufgestiegen.

Der Sieg über Wattenscheid kam nach einem spannenden Kampf nach 4 Stunden Spielzeit zustande. Zunächst sah es so aus, als ob man problemlos gewinnen könnte, denn die Gegner waren mit einer Spielerin weniger angereist. Die Brackeler mussten allerdings auf den Einsatz der starken Naiditsch-Geschwister Irina und Jevgenija verzichten, da am gleichen Tag die Jugendmannschaft um den ersten Platz der NRW-Jugendliga spielte. So gingen sie mit einer Ersatzspielerin an den Start. Brigitte Gonstalla enttäuschte die Mannschaft nicht. Sie erkämpfte routiniert ihren Punkt am 6. Brett.
Christiane Gorka musste sich an Brett 5 nach einem taktischen Schlagabtausch im Mittelspiel geschlagen geben. Es folgten dann aber souveräne Siege an Brett 1 durch Mariana Plass und an Brett 4 durch die Mannschaftsführerin Regina Büchle. Wenke Heinicke hatte im Mittelspiel die falsche Abwicklung gewählt und verlor an Brett 2. Durch den 4:2 Erfolg erreichten die Brackeler Schachfrauen den 2.Tabellenplatz.

Ein Ausblick auf die nächste Saison scheint im Moment noch sehr schwierig, da eine Änderung des Spielmodus, Einführung von Doppelrunden, vorgesehen ist. Für die berufstätigen Spielerinnen entstehen dadurch erhebliche Schwierigkeiten. Der Verein wird inden nächsten Wochen über Lösungsmöglichkeiten nachdenken.

Frauen-2.Bundesliga, 6.Runde:

Mit dem Sieg über Krefeld wahrt die erste Frauenmannschaft ihre theoretischen Chancen auf den ersten Platz und hat inzwischen schon den dritten Tabellenplatz erreicht. Ein klarer Sieg kam gegen die etwas ersatzgeschwächte Krefelder Mannschaft in Krefeld nach gut 4 Stunden Spielzeit heraus.
Einige Spielerinnen der Gastgeber mussten in der ersten Mannschaft, die in der ersten Frauen-Bundesliga spielt und ebenfalls ein Heimspiel hatte, aushelfen und so traten diese nur mit 5 Spielerinnen und zusätzlich ersatzgeschwächt an.
Wenke Heinicke erhielt einen kampflosen Punkt. Als Nächste punktete Anne Burghoff an Brett 6, die nach einer etwas komplizierteren Abwicklung den Überblick behielt und ihre Gegnerin zu einem Fehlgriff verleitete. Eva Nowicki wickelte in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern ab und war wohl auch ganz froh über das Remis, das dabei herauskam. Ihre Gegnerin willigte ebenso gerne in das Unentschieden ein, hatte sie doch großen Respekt vor ihrer Gegenspielerin. Irina Naiditsch nahm das Remis an Brett 2 an, da die beiden noch laufenden Partien darauf hindeuteten, dass wir so sicher gewinnen würden. An Brett 1 gab Mariana Plass ihren großen Vorteil noch einmal aus den Händen und musste sich mit einem Remis begnügen. Dies bedeutete allerdings den Mannschaftssieg. Lediglich die Mannschaftsführerin Regina Büchle spielte noch und kämpfte, um ihre hundertprozentige Quote (4 Punkte aus 4 Partien) zu halten. Auf den letzten Metern verließ sie der Mut und sie bat ihrer Gegnerin doch ein Remis an. Diese willigte sofort ein. Wahrscheinlich war auch diese Partie gewonnen. In der letzten Runde in drei Wochen geht es nun zuhause gegen Wattenscheid, die sicher zu den schwächeren Gegnern gehören. Sie müssen noch um den Klassenerhalt bangen. Der Tabellenführer Kiel muss in Waltershausen antreten und ist hier der Favorit, aber wer weiß ...

Frauen-2.Bundesliga, 5.Runde:

Bereits am Samstag waren wir in Walterhausen in Thüringen angereist, um genügend vorbereitet in diesen wichtigen Kampf zu gehen. Auf keinen Fall wollten wir verlieren und so noch in Abstiegsgefahr geraten. Unsere Spielerin Eva Nowicki konnte leider aus beruflichen Gründen nicht mit antreten. Wir hofften aber mit Brigitte Gonstalla einen guten Ersatz zu haben. Der klare Sieg, den wir erringen konnten, gibt in keinster Weise denSpielverlauf des Kampfes wider. Zwischendurch zweifelte ich stark daran, ob wir überhaupt gewinnen würden.Zunächst kamen wir durch den Verlust von Wenke in Rückstand. Allerdings sah es so aus, als ob Irina ihre Gegnerin im Endspiel überspielen könnte. Kurz vor der Zeitkontrolle nach etwa 3,5 Stunden war Brigitte Gonstalla in
starker Zeitnot. Sie spielte seit einem Jahr wieder ihre erste Partie, deshalb waren wir nicht sicher, ob sie die Zeitnotphase gut überstehen würde. Christiane Gorka konnte durch ihren Sieg dann aber den Kampf in unsrere Richtung wenden. Sie überspielte ihre Gegnerin im Mittelspiel und wir glichen aus. Mariana Plass würde an Brett 1 mindestens remis spielen. So endete dann auch ihre Partie. Brigitte hatte ihre Zeitnot mit besserer Stellung überstanden. Ich hatte zwei Bauern und eine Figur für einen Turm und es stellte sich immer mehr heraus, dass die Stellung für mich sehr günstig war. Ich gewann dann schließlich auch. Brigitte gewann ebenso. Irina schaffte es Ihr Springerendspiel zu gewinnen. So dass wir am Ende doch klar mit 4,5 zu 1,5 gewannen. Wir sicherten damit unseren guten 4. Platz und haben durchaus noch Aussichten am Ende auf dem 2. Platz der 2. Frauen-Bundesliga zu landen. Kiel wird nicht mehr zu stoppen sein, da sie nur noch gegen Walterhausen spielen müssen.

Frauen-2.Bundesliga, 3.Runde:

Gegen Weiße Dame Borbeck würde uns ein starkes Stück Arbeit erwarten, das war mir im Vorhinein klar. Dann kam es auch noch ganz hart: Am Samstag musste Irina Naiditsch auf Grund von Fieber und Kopfschmerzen den Kampf absagen. Nun haben wir ja einen ziemlich großen Ersatzkader. Allerdings spielte auch noch gleichzeitig die 2. Mannschaft in der Regionalliga gegen Minden und unser erstes Brett Mariana Plass musste in ihrer Heimmannschaft beim SV Sundern spielen. Unsere Jugendspielerin Sabrina Köster sagte allerdings gleich zu, als Ersatzspielerin zur Verfügung zu stehen. So hatten wir doch noch eine ganz gute Mannschaft zusammen bekommen. Vor Ort in Essen kam heraus, dass Weiße Dame Borbeck auch nicht mit der stärksten Mannschaft antreten konnte. Vielleicht konnten wir ja unentschieden spielen oder vielleicht sogar gewinnen. Am dritten Brett spielten mit Ewa Nagrocka gegen Eva Nowicki alte Bekannte, die sich schon aus Polen kennen, gegeneinander. Schon nach 16 Zügen bot Ewa Nagrocka Remis an und Eva Nowicki willigte nach reiflicher Überlegung ein. Der Kampf stand zu diesem Zeitpunkt noch völlig ausgeglichen. Jevgenija Naiditsch an Brett 1 und Wenke Heinicke an Brett 2 spielten eine gute aussichtsreiche Stellung heraus, als wir an den letzten drei Brettern zunehmend besser standen, willigten beide in ein Unentschieden ein. Nun mussten auch wirklich die Punkte an den Brettern 4 bis 6 kommen. Als Erstes überspielte Anne Burghoff ihre Gegenerin und wickelte in ein gewonnenes Bauerendspiel ab. Regina Büchle konnte wahrscheinlich bereits vor der Zeitkontrolle gewinnen. In dem Turmendspiel wurde es noch einmal spannend. Sie gewann schließlich doch. Sabrina Köster führte ihr gewonnenes Endspiel zunächst mit einem Bauern mehr und dann mit zwei Bauern mehr souverän nach 5, 5 Stunden zum Sieg und damit gewannen wir den Kampf mit 4,5:1,5. Die Mannschaft hat damit den 4. Tabellenplatz erreicht und damit Anschluss zur Spitze erhalten. Im Januar haben wir zunächst spielfrei. Erst im Februar geht es dann nach Waltershausen hinter Eisenach, einem wiederum schlagbaren Gegner.

Frauen-2.Bundesliga, 2.Runde:

Ja, schade. Eigentlich wollten wir gewinnen und uns damit noch Chancen für einen Aufstieg wahren. Aber nach 5 Stunden und 50 Minuten mussten wir uns geschlagen geben.
Irina Naiditsch konnte ihr Springerendspiel am Ende nicht mehr halten. Die aktivere Stellung des Königs der Gegnerin führte nach einer spannenden Kampfpartie zu einem Verlust für Irina. Dabei hatte Irina zwischenzeitlich mal sehr gut gestanden, aber die Ungarin hatte fast 300 ELO-Punkte mehr als Irina und dies zahlte sich wohl im Endspiel aus.

Zuvor hatten Regina Büchle und Wenke Heinicke den Kampf mit ihren sicheren Siegen ausgeglichen. Etwas unglücklich spielte Eva Nowicki Remis. Sie wählte eine falsche Reihenfolge bei einer Abwicklung und schon war ihre Stellung "nur" noch Remis. Anne Burghoff unterschätzte ihre junge Gegnerin etwas. Unter Zeitdruck verlor sie einen Bauern und schließlich die Partie. Jevgenija Naiditsch hatte am 2. Brett eine Internationale Meisterin aus Tschechien zur Gegnerin. Sie überspielte Jevgenija, die zunächst ausgeglichen stand, in der Zetinotphase und wickelte in ein besseres Turmendspiel ab.

Jetzt sollte so langsam mal ein Sieg erspielt werden, damit wir nicht nervös werden. Zur Zeit liegen wir auf dem 5. Tabellenplatz. 2 Mannschaften sind noch ohne Punktegewinn. VFL BW Neukloster führt mit 4:0 Mannschaftspunkten die Gruppe West an. Im Dezember geht es gleich gegen einen starken Gegner weiter. Weiße Dame Borbeck ist von der Spielstärke her nicht zu verachten. Wir treten am 03.12.2000 in Essen an.

Frauen-2.Bundesliga, 1.Runde:

In einem sehr spannenden Kampf können wir am Ende mit dem Unentschieden zufrieden sein. Allerdings hätten wir mit etwas mehr Glück sogar einen Sieg mit nach Dortmund nehmen können...
Wenke Heinicke stellte mit dem 40. Zug eine Qualität in besserer Stellung ein. Sie litt unter den Turbulenzen, die es auf Grund eines Defektes der elektronischen Uhren an Brett 4 und 5 gab. Leider kannte der Schiedsrichter sich nicht mit den Uhren aus und so kam es zu lauteren Diskussionen, die die noch spielenden Frauen erheblich beeinflusste.
Christiane Gorka stand zwischendurch durchaus besser, patzte allerdings bei der Abwicklung vom Mittelspiel zum Endspiel. Souverän gewannen Irina Naiditsch und Eva Nowicki. Regina Büchle konnte ihre Gegnerin in einem Schwerfigurenendspiel überspielen.
Nun können wir mit Selbstvertrauen in unsere Spielstärke in die nächste Runde am 22.10.2000 gehen. In dieses Heimspiel treten wir gegen VFL BW Neukloster an.

Frauen-Regionalliga, Gruppe West, 4.Runde:

Da hat die 2. Frauenmannschaft das Siegen doch noch nicht ganz verlernt. Wenn auch diesmal mit tatkräftiger Unterstützung der Spielerinnen von Oesede. Aber dafür hatten wir die anderen beiden Kämpfe ja etwas unglücklich verloren.
Der Wettkampf begann wie in Minden, nämlich mit einem kampflosen Punkt für Christiane Gorka (zum Glück hatte Christiane wieder etwas zu Lesen dabei). Auch anschliessend waren die Parallelen unverkennbar. Während Angelika etwas unter Druck geriet, sah es bei Marion und Andrea ganz gut aus. Leider konnte Angelika ihre Stellung irgendwann nicht mehr halten und hätte einen deutlichen Materialverlust hinnehmen müssen. Sie entschied sich dann aber direkt aufzugeben. Andrea hatte leider versäumt einen wichtigen, zentralen Bauern zu gewinnen. Dadurch geriet sie eine passive Stellung. Marion opferte (wie gegen Minden!) eine Figur. Sah optisch auch ganz gut aus, aber leider blieb es nicht bei der einen Figur. So war die Variante nicht geplant gewesen. Erst während der Abwicklung (beim Nachzählen der Figuren) mußte Marion feststellen, dass sie zwei Figuren für die zwei Freibauern gegeben hatte. Zu diesem Zeitpunkt sah es bei Andrea wieder etwas besser aus. Der Gewinn kurz darauf durch Zeitüberschreitung (der Gegnerin fehlte nur noch ein Zug!) kam aber doch überraschend. Nun kam es auf Marions Partie an. In beiderseitiger Zeitnot behielt Marion die besseren Nerven. Die Gegnerin war so unsicher und nervös, dass sie sich von Marions coolem Schachgebot bluffen ließ und (in für sie besserer Stellung) das angebotene Remis zur Überraschung aller annahm (übrigens ohne Rücksprache mit dem Mannschaftsführer).

Frauen-Regionalliga, Gruppe West, 2.Runde:

Nachdem dem 1:0 waren wir natürlich guten Mutes. Und nach 1,5 Stunden sah es auch gar nicht so schlecht aus. Marion stand klar besser, Andrea und Angelika etwas passiv, aber nicht auf verlorenem Posten. Aber dann kam es knüppeldick. Anstatt einen Bauern zu gewinnen, opferte Marion eine Figur. Sah auch erst nicht schlecht aus, aber dann zeigte sich, dass der schwarze König doch in Sicherheit gebracht werden konnte. Während Marion noch verzweifelte Rettungsversuche unternahm, stellte Angelika einen Turm ein. Obwohl sich die Gegnerin nur mit der Qualität begnügte, war die Stellung nach einigen Zügen nicht mehr zu halten. Somit kam es auf Andrea an. Aber leider konnte Andrea ihre Stellung nicht mehr halten. Erst mußte sie einen Bauern opfern, aber auch anschliessend war die Stellung nicht viel besser und in Zeitnot war dann nichts mehr zu retten.

Bleibt uns also nur zu hoffen, dass es im nächsten Kampf besser läuft.

Frauen-Regionalliga, Gruppe West, 1.Runde:

Am letzten Brett hat Marija Naiditsch nach anfänglicher guter Stellung leider verloren. Andrea Dederichs hatte nach schlechterer Stellung durch die Eröffnung in der Zeitnotphase Gewinnchancen, konnte diese aber nicht verwirklichen und wickelte zum remis ab. Gundula Dalhoff vergab im 40. Zug ihre gewonnene Stellung, so daß es nur zum remis reichte. Angelika Kotlar spielte eine Gewinnstellung heraus und siegte, so daß wir insgesamt mit einem Unentschieden gegen Heiden abschlossen.

 

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