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Bericht zum 2. Damen-Bundesliga-Kampf SF Brackel - SG Heiligenhaus 1 : 5 am 05.12.99

Leider haben wir den Kampf um Platz 1 in der 2. Damen-Bundesliga verloren. Ich muss zugeben, die Gegnerinnen waren wirklich stärker und haben verdient gewonnen, allerdings ist der Sieg mit 1 : 5 etwas zu hoch ausgefallen.

So hatte Irina Naiditsch ihre Gegnerin, Doris Weclawski, eigentlich schon überspielt, als sie einen falschen Zug auswählte und damit die Partie weggab.

Als Erste musste sich Brigitte Gonstalla gegen Natasa Strizak geschlagen geben. In einer Angriffsstellung behielt ihre Gegnerin den Überblick und gewann eine Figur, die letztendlich zum Sieg ausreichend war.

Wenke Heinicke hatte mit der Großmeisterin Monika Bobrowska aus Polen eine spielstarke Gegnerin, die ihre zwei erkämpften Mehrbauern sicher zum Sieg führte.

Manuela Schmitz an Brett 4 bot nach etwa 3 Stunden Spielzeit Regina Büchle ein Remis an. Die Stellung war minimal besser für Weiß, allerdings war der Mannschaftskampf zu diesem Zeitpunkt schon klar verloren, so dass Regina Büchle in ein Unentschieden einwilligte.

In die letzte Stunde gingen die Partien von Eva Nowicki an Brett 3 und Svetlana Ivannikova an Brett 1. Die Großmeisterin Almira Skriptschenko-Lautier überspielte im Endspiel ihre Gegnerin. Eine kleine Ungenauigkeit reichte aus, gegen das Geburtagskind Svetlana Ivannikova zu gewinnen.

Eva Nowickis Gegnerin die Holländerin Erika Sziva willigte schließlich in einem leicht besser stehenden Endspiel mit Springer gegen Läufer in ein Remis ein. In der Phase der Zeitkontrolle hätte sie mal gewinnen können. Zum Ende war die Stellung wohl nur noch Remis.

Wahrscheinlich haben wir heute gegen die Aufsteiger verloren, deshalb blicken wir zuversichtlich dem nächsten Kampf im Januar gegen die zweite Mannschaft von Krefeld entgegen.

 

Bericht zum Frauen-Oberliga-Kampf SF Do-Brackel II - SF Weiße Dame Borbeck II 2,5 : 1,5 am 05.12.99

Nachdem die Gäste aus Essen leider nur mit drei Spielerinnen antreten konnten und Andrea Dederichs somit am ersten Brett kampflos gewann, waren wir guter Hoffnung diesen Kampf nicht zu verlieren. Die DWZ-Zahlen sprachen gegen uns, aber erst einmal lief es gut an. Gundula Dalhoff, die nach langer Zeit ihre erste Wettkampfpartie spielte, stand nach der Eröffnung gegen Stefanie Feldmann ganz gut. Angelika Kotlar, mit den ungeliebten schwarzen Steinen gegen Dr. Lebioda-Dette spielend, stand dennoch einigermassen ausgeglichen. Und meine Gegnerin Svetlana Kovaleskaja spielte überraschend passiv, so dass ich aus der Eröffnung ganz zufrieden ins Mittelspiel überleiten konnte. Obwohl ich dann beim Qualitätsopfer einen Zug übersehen habe, war die Stellung aufgrund des starken Läuferpaars trotzdem ganz passabel.
Nachdem Gundula bei dem Versuch etwas schneller spielen zu wollen (um die drohende Zeitnot zu vermeiden) leider eine Qualität einstellte, blieb ihr nichts anderes übrig als sich Stefanie Feldmann ein paar Züge später geschlagen zu geben. Somit stand der Kampf nun auf Messers Schneide. Angelikas Gegnerin willigte für mich etwas überraschend in ein remis ein, so dass es nun auf meine Partie ankam. Inzwischen hatte ich nicht nur eine druckvolle Stellung, sondern auch noch einen zweiten Bauern erobern können. Da meine Gegnerin einerseits die Qualität partout nicht zurück geben wollte und andererseits auch sonst kaum Widerstand leistete, konnte ich diese Partie und damit den Mannschaftskampf nach etwa 5 1/2 Stunden gewinnen.
Nachfolgend noch einmal die Einzelergebnisse:

Dr. Dederichs - Funke-Kaiser 1 : 0 (kampflos)
Domrath - Kovalevskaja 1 : 0
Kotlar - Dr. Lebioda-Dette 1/2
Dalhoff - Feldmann 0 : 1

 

1. van Münster - Dederichs 1/2
2. Pöhler - Domrath 1:0
3. Kübel - Naiditsch, J. 0:1
4. Mink - Naiditsch, M. 0:1k

Obwohl wir die Mannschaftsaufstellung im Laufe der Woche noch ändern mussten, hatte dies auf den Verlauf des Stichkampfes keinen Einfluss. Da Maja Diebig und Sabrina Köster nicht in der ersten Frauenmannschaft spielen konnten, hatten Regina und ich überlegt, dass es am besten ist, Angelika Kotlar in der ersten einzusetzen und Marija Naiditsch stattdessen in der zweiten spielen zu lassen. Wie befürchtet liessen die Wesselinger dann jedoch das vierte Brett frei. Ich vermute 'mal, dass sie im Karneval keine Ersatzspielerin finden konnten. Zum Trost konnte Marija jedoch einen Teil des Karnavalsumzuges miterleben und ein paar Süssigkeiten ergattern. Nachdem wir also schnell 1:0 vorne lagen und Jewgenija früh einen Bauern gewonnen hatte, versuchte ich auf remis zu spielen. Allerdings hätte ich doch etwas mehr nachdenken sollen. Aufgrund meines relativ planlosen Spiels (nur abtauschen ist auch nicht immer gut), stand ich dann nach der Eröffnung doch etwas schlechter. Aber auf das Läuferopfer mit Mattkombination hätte ich trotzdem nicht reinfallen dürfen. So stand es nach etwa 2,5 Stunden 1:1, Jewgenija hatte immer noch einen Bauern mehr und Andrea stand auch ganz gut, nur die Zeit war bei beiden schon relativ weit fort geschritten. Als dann klar war, dass Jewgenija gewinnen würde, nahm Andrea in besserer Stellung das zweite remis Angebot ihrer Gegnerin an.

Den heute ausgetragenen letzten Stichkampf um den Aufstieg konnten die zweite Frauenmannschaft von den SF Dortmund-Brackel erfolgreich gestalten. Es gab ein glattes unnd nie gefährdetes 3,5 : 0,5 gegen die zweite Mannschaft des SK Lehrte.
Im einzelnen:

    SK Lehrte II - SF Do-Brackel II 0,5 : 3,5
    Jahns - Dederichs 1/2
    Henze - Domrath 0:1
    Lubitzky - Naiditsch, J. 0:1
    Knauf - Kotlar 0:1

Zum Verlauf:
Nach etwas schleppenden Anfang war es Marion, die den ersten Punkt sichern konnte. In einer einigermaßen ausgeglichenen Stellung bekam sie einen spielentscheidenden Bauern geschenkt. Der Rest war dann nur noch Routine. Den zweiten Punkt konnte Angelika beisteuern. Auch hier half die Gegnerin gehörig mit, in dem sie Angelika zu einem Königsangriff ermunterte und sich dann auch noch schlecht verteidigte. Andrea bot im Anschluß an den zweiten Punkt in ausgeglichener Stellung direkt remis an. Aufgrund der sowieso aussichtlosen Gesamtlage nahm die Gegnerin dies an. Somit war der Aufstieg schon perfekt. Zum krönenden Abschluß setzte Jewgenija ihre Gegnerin dann noch matt. Sie stand von Anfang an überlegen und spielte ihre Gegnerin regelrecht an die Wand. Überraschend war nur, dass die weiße Stellung nicht eher zusammenbrach. Eigentlich hatte ich an diesem Brett mit unserem ersten Punkt gerechnet.

Geamtergebnis der einzelnen Spielerinnen von Dortmund:

    Dr. Andrea Dederichs 3,5 aus 5 (incl. 1 kampfloser)
    Marion Domrath 3,5 aus 6
    Irina Naiditsch 1,0 aus 1
    Jewgenija Naiditsch 3,0 aus 3 (incl. 1 kampfloser)
    Angelika Kotlar 3,0 aus 5
    Andrea Sehrig 1,5 aus 2
    Gundula Dalhoff 0,0 aus 1
    Marija Naiditsch 1,0 aus 1 (incl. 1 kampfloser)

 

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